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Trittin glaubt, Cannabis sei faktisch legal

Unglaublich, aber wahr: Der Spitzengrüne Jürgen Trittin hat zu einer entsprechenden Leserfrage der Welt unter anderem gesagt:

Mit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil, das den Besitz kleiner Mengen leichter Drogen straffrei stellt, ist die Forderung nach einer faktischen Legalisierung Realität geworden.

Was für ein unglaublicher Unsinn! Mit dieser Aussage toppt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und deren Spitzenkandidat zur Bundestagswahl noch seinen Parteivorsitzenden Özemir und die Bundesdrogenbeauftragte Bätzing an Unwissenheit und Ignoranz.

Bätzing hatte Anfang des Jahres behauptet, Cannabiskonsumenten seien in Deutschland entkriminalisiert, was durch zahlreiche Urteile und krasse Schicksale einfacher Cannabiskonsumenten doch sehr in Zweifel ziehen lässt. Immerhin kann man diese Meinung aber noch theoretisch durch die Möglichkeit der Einstellung von Strafverfahren bei geringen Mengen begründen, auch wenn die Realität oft anders aussieht.

Bei Parteichef Özdemir kamen Ende letzten Jahres Zweifel auf, ob er nun wie seine Partei für eine Legalisierung von Cannabis ist oder lieber doch nur für eine Entkriminalisierung der Konsumenten. In seiner Antwort auf meinen entsprechenden Blog-Eitrag konnte der die Verwirrung nicht ausräumen als er schrieb:

Wir fordern daher geschlossen die Straffreiheit von CannabiskonsumentInnen. Nicht mehr und nicht weniger.

Damit war mehr als klar, dass Özdemir keine Ahnung von dem Thema hat und Legalisierung und Entkriminalisierung nicht auseinander halten kann.
Trittin setzt nun noch einen drauf, indem er sogar behauptet, die Legalisierung von Cannabis sei faktisch erreicht worden, obwohl sich Cannabiskonsumenten in Deutschland heute mehr denn je verfolgt fühlen und mir keine einzige legale Bezugsquelle für saubere Cannabisprodukte bekannt ist.

Dabei haben die Grünen in der vergangenen Legislaturperiode eigentlich gar keine schlechte Arbeit im Parlament gemacht und sie stehen nach wie vor eindeutig zur Legalisierung von Cannabis. Die Grünen ernten deshalb auch relgemäßig gute Plätze in unseren Wahlanalysen. Enttäuschten Grünwählern wird in der Regel erklärt, dass man das Thema halt nicht gegen die Übermacht der Volksparteien habe durchsetzten können, was ja durchaus nachvollziehbar ist. Wenn solchen Kritikern aber entgegen gehalten wird, dass eigentlich gar kein Handlungsbedarf besteht, weil Cannabis ja legal sei, macht das die gesamte Arbeit der grünen Drogenpolitiker wieder zunichte und ist ein verheerendes Signal für 4 Millionen kiffende Wahlberechtigte:

http://www.welt.de/die-welt/politik/article4379216/Da-bin-ich-nah-bei-Kohl.html

Leser:
Was ist aus der Legalisierung weicher Drogen geworden? Früher hatten Sie das mal fest im Programm, ist aber heute wohl kein Thema mehr bei den Grünen, weshalb ich momentan auch nicht mehr die Grünene wähle. Jeder hat ein Recht auf Rausch. Dass man sich legal nur mit gefährlichen Alkohol berauschen kann, ist für mich untragbar.

Trittin:
Ob es ein Recht auf Rausch gibt, das mag jeder für sich selbst entscheiden. Mit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil, das den Besitz kleiner Mengen leichter Drogen straffrei stellt, ist die Forderung nach einer faktischen Legalisierung Realität geworden. Wir rufen allerdings dazu auf, mit dem Wunsch nach Rausch und mit Rauschmitteln wegen der Suchtgefahren verantwortungsbewusst umzugehen, das gilt sowohl für legale wie für bisher illegale Drogen. Süchtige brauchen Hilfe, nicht Verfolgung.

Ich habe Jürgen Trittin ein Exemplar unseres Buches “Rauschzeichen” geschickt. Darin wird auch der Unterschied zwischen Legalisierung und Entkriminalisierung erklärt und klar gemacht, dass von einer Entkriminalisierung der Konsumenten kaum die Rede sein kann. Bleibt zu hoffen, dass sich Trittin im Sinne seiner Wählerschaft mal etwas intensiver mit dem Thema auseinander setzt…


Kommentare

22 Antworten zu „Trittin glaubt, Cannabis sei faktisch legal“

  1. Anonymous

    RE: Trittin glaubt, Cannabis sei faktisch legal
    Hier die Antworten von Jürgen Trittin auf meine fünf Fragen an alle grünen Urwahlkandidatinnen:

    Wie bewertest du die strafrechtliche Verfolgung von Konsumenten illegalisierter Drogen in Deutschland?
    Wie bewertest du die Auswirkungen der heutigen Drogenpolitik in Deutschland und international (global), z.B. auf Länder wie Afghanistan und Mexiko?
    Wie wichtig ist dir ein grundsätzlicher Wechsel in der Drogenpolitik?
    Wie sollten ggf. deiner Meinung nach Alternativen zur prohibitiv-repressiven Kontrollpolitik aussehen?
    Wenn du KanzlerIn werden solltest, welche drei drogenpolitischen Sofortmaßnahmen würdest auf den Weg bringen?
    In der Drogenpolitik müssen wir dringend umdenken. Die KonsumentInnen brauchen Hilfe, keine Strafe. Bestraft werden müssen Hintermänner und die Kartelle. Die Kriminalisierung der Drogen führt heute dazu, dass ein riesiger globaler illegaler Wirtschaftszweig aufgebaut wurde. Mit allen negativen Konsequenzen: angefangen bei Beschaffungskriminalität über Korruption, Waffenschieberei und Bandenkriege bis hin zu ganzen Landstrichen, die von Drogenkartellen kontrolliert werden und global zehntausenden Toten. So kann es nicht noch einmal 40 Jahre weiter gehen.

    Es wird Zeit für einen Wechsel in der Drogenpolitik, denn der Krieg gegen die Drogen ist vollkommen fehlgeschlagen – eine Eindämmung der Drogenkonsums wurde nicht erreicht. Statt mehr und härtere Strafen für die Süchtigen brauchen wir bessere Präventionsangebote, damit Menschen gar nicht erst süchtig werden. Für Drogensüchtige brauchen wir angemessene Therapieangebote.

    Also: Prävention und Therapie statt Repression und Kriminalisierung. Freiverkauf sogenannter weicher Drogen. Kontrollierte Abgabe sogenannter harter Drogen. Damit werden Drogen nicht legalisiert, aber entkriminalisiert.

    http://www.alternative-drogenpolitik.de/2012/10/18/5-fragen-zum-thema-drogenpolitik-antwort-von-jurgen-trittin/

  2. Anonymous

    RE: Trittin glaubt, Cannabis sei faktisch legal
    Hier die Antworten von Jürgen Trittin auf meine fünf Fragen an alle grünen Urwahlkandidatinnen:

    Wie bewertest du die strafrechtliche Verfolgung von Konsumenten illegalisierter Drogen in Deutschland?
    Wie bewertest du die Auswirkungen der heutigen Drogenpolitik in Deutschland und international (global), z.B. auf Länder wie Afghanistan und Mexiko?
    Wie wichtig ist dir ein grundsätzlicher Wechsel in der Drogenpolitik?
    Wie sollten ggf. deiner Meinung nach Alternativen zur prohibitiv-repressiven Kontrollpolitik aussehen?
    Wenn du KanzlerIn werden solltest, welche drei drogenpolitischen Sofortmaßnahmen würdest auf den Weg bringen?
    In der Drogenpolitik müssen wir dringend umdenken. Die KonsumentInnen brauchen Hilfe, keine Strafe. Bestraft werden müssen Hintermänner und die Kartelle. Die Kriminalisierung der Drogen führt heute dazu, dass ein riesiger globaler illegaler Wirtschaftszweig aufgebaut wurde. Mit allen negativen Konsequenzen: angefangen bei Beschaffungskriminalität über Korruption, Waffenschieberei und Bandenkriege bis hin zu ganzen Landstrichen, die von Drogenkartellen kontrolliert werden und global zehntausenden Toten. So kann es nicht noch einmal 40 Jahre weiter gehen.

    Es wird Zeit für einen Wechsel in der Drogenpolitik, denn der Krieg gegen die Drogen ist vollkommen fehlgeschlagen – eine Eindämmung der Drogenkonsums wurde nicht erreicht. Statt mehr und härtere Strafen für die Süchtigen brauchen wir bessere Präventionsangebote, damit Menschen gar nicht erst süchtig werden. Für Drogensüchtige brauchen wir angemessene Therapieangebote.

    Also: Prävention und Therapie statt Repression und Kriminalisierung. Freiverkauf sogenannter weicher Drogen. Kontrollierte Abgabe sogenannter harter Drogen. Damit werden Drogen nicht legalisiert, aber entkriminalisiert.

    http://www.alternative-drogenpolitik.de/2012/10/18/5-fragen-zum-thema-drogenpolitik-antwort-von-jurgen-trittin/

  3. Anonymous

    RE: Trittin glaubt, Cannabis sei faktisch legal
    Bei der Suche nach „trittin cannabis“ im Internet gibt es mittlerweile ein neueres Ergebnis, als den DHV Artikel vom 01.09.2009. Es handelt sich dabei um ein Interview mit [b]Jürgen Trittin[/b], hochgeladen am 08.09.2013 – genau vierzehn Tage vor der Bundestagswahl.

    Das Interview ist nicht journalistisch, sondern wurde von „Du hast die Macht“ produziert. Dies ist ein privatstaatliches PR-Projekt zur politischen Beeinflussung von Jugendlichen. Es wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

    .. ab 2:04 geht es um Drogenpolitik.. bis etwa 2:58.

    URL „OskarX FRAGT: JÜRGEN TRITTIN (Veggie Day, Cannabis …“ http://youtube.com/watch?v=g2bpZyUvrqc

    Abschrift:
    [..]

    OskarX: Ich habe mal so psychoaktive Partikel geraucht. So.. so.. Gras. Ihr findet das gut, ihr wollt das legalisieren. Ist das richtig?

    Trittin: Wir wollen, dass Süchtige nicht kriminalisiert werden. Jede Form von Drogen, ob legale oder illegale Drogen, beinhalten die Gefahr auch schwerer und schwerster Gesundheitsschädigungen. Das gilt für legale Drogen wie für Rauchen und Alkohol genauso wie für Haschisch. Aber dann ist nicht einzusehen, dass Menschen, die beispielsweise Haschisch rauchen für kleine Mengen in Bayern kriminalisiert werden, wenn..

    OskarX: Wie viel ist denn OK?

    Trittin: Das haben die Länder unter sich sehr unterschiedlich zu entscheiden. Wofür man in Bayern eine Haftstrafe antritt, darf man in Berlin noch frei rumlaufen. Und wir finden, dann ist die Berliner Regelung vernünftig.

    OskarX: Aha. Das heißt, … wie viel darf ich in Berlin rumtragen, ohne dass ich festgenommen werde?

    Trittin: Das weiß ich aus dem Kopf nicht. Ich weiß, dass es einen irren Unterschied zwischen Bayern und Berlin gibt.

    OskarX: OK.

    [..]

    Bemerkenswerterweise scheint Herr Trittin in den letzten vier Jahren wenig dazugelernt zu haben.

    Legalisierung, Eigenanbau, Modellversuche – Fehlanzeige! Dafür wieder bizarre Spins in 54 Sekunden reingepresst, dass es knallt!

    Nur leider die falschen..

    Er benutzt das 68-er Wort „Haschisch“, statt „Hanf“, „Cannabis“ oder „Marihuana“. Das ist ja soweit noch OK.. 2013.. “in welchem Jahrhundert” werden ihm schliesslich diese Fragen gestellt? Dies ist das einzige, was meinetwegen dem flapsigen Jugendformat des PR-Interviews geschuldet sein mag.

    Statt wie noch vor vier Jahren fälschlicherweise zu behaupten, die Legalisierung habe bereits stattgefunden – dabei die Entkriminalisierung mit der Legalisierung verwechselnd – behauptet er diesmal, das Ziel der Grünen sei die Entkriminalisierung.

    Dies ist meinem Verständnis nach nicht richtig. Richtig ist: die Grünen befürworten durchaus eine Legalisierung, sind vereinzelt dazu in der Lage korrekt zwischen Entkriminalisierung und Legalisierung zu differenzieren und haben sich, was den Horizont möglicher Massnahmen betrifft, in den letzten Jahren als Partei weiterentwickelt.

    Bei Herrn Trittin sind die Themen wie Kriminalisierung bei Eigenanbau oder mögliche Modellversuche offensichtlich nicht angekommen.

    Nicht nur das. Selbst bei dieser Verfehlung fällt er zusätzlich noch verbal die Treppe herunter, indem er die Entkriminalisierung auf die Angleichung der „geringen Menge“ reduziert.

    Daneben verbreitet er noch implizit die Unwahrheit, dass Cannabis “die Gefahr auch schwerer und schwerster Gesundheitsschädigungen” beinhalte. NORML verlinkt belastbare, aktuelle Studien, die belegen, dass selbst jahrzehntelanger Cannabiskonsum, sogar bei gleichzeitigem Konsum von Tabak und Alkohol, gesundheitlich in der Regel folgenlos bleibt.

    Er zeigt, dass er sich in seiner Rhetorik geistig nicht über den Dreischritt aus Beratung, Kontrolle und Sanktion hinausentwickelt hat, oder wahlweise dies für den empfehlenswerten Horizont der Opfer dieser Interviewproduktion hält. Er agiert hier rhetorisch auf derselben Ebene, die etwa Ursula von der Leyen stets bemüht. Er verläßt diese Ebene ebenfalls nicht.

    Nicht nur, indem er suggeriert, es sei dann schon alles in Ordnung, wenn denn die Bundesländer die „geringe Menge“ irgendwann alle gleich bemessen.

    Seine Aussagen implizieren geradezu, dass er die Kriminalisierung von Besitzern von Mengen, die über die „geringe Menge“ hinausgehen, für gerechtfertigt hält.

    Zudem suggeriert er, dass Cannabis Konsumenten süchtig seien. Damit suggeriert er, dass Cannabiskonsumenten, auch wenn sie unter die „geringe Menge“ fallen, entweder kriminell, gleichwohl gerechtfertigt oder ungerechtfertigt, in jedem Fall jedoch verrückt sind.

    Schönen Dank an dieser Stelle!

    Die Möglichkeit, dass Cannabiskonsumenten nicht süchtig sind, wird überhaupt gar nicht in Erwägung gezogen.

    Da wundert es bei so viel Bizarrheit bei Herrn Trittins Äusserungen im weiteren nicht, dass er diese ganzen Fragen für Ländersachen hält. Die „geringe Menge“ ist in der Tat Ländersache. Die eigentlichen Probleme bei der Cannabisfrage jedoch lassen sich in Wahrheit nur auf Bundesebene lösen. Die “geringe Menge” Thematik betrachte ich als keine akzeptable Kompromissbasis, da sie die weitere Kriminalisierung bedeutet. Ich halte die “geringe Menge” Thematik daher nicht für einen akzeptablen ersten oder auch nur für einen akzeptablen kleinen Schritt in die richtige Richtung, sondern als einen Schritt in die definitiv _falsche_ Richtung.

    Der Hanfverband zeigt Möglichkeiten auf, um sich auf anderer Ebene als der Bundesebene dem Ziel einer Legalisierung anzunähern. Die Grünen haben diese sogar schon aufgegriffen – nur Herr Trittin scheint nicht einmal die grundlegenden Gedanken, die in seiner Partei kompetent diskutiert werden, begriffen zu haben, sondern verbreitet stattdessen im Jahre 2013 Prohibitionsmythen in staatlich geförderten Jugendmedien und bietet Scheinlösungen, die nichts anderes rechtfertigen sollen als seine persönliche Unterlassung und Missachtung des Themas.

    Dass die offensichtlichen Mängel seiner Darstellung dem Format geschuldet seien, lasse ich nicht gelten, sondern empfehle stattdessen, die Darstellung der Cannabisfrage in diesem “Interview” einmal mit der Darstellungsweise der anderen Themen in diesem PR-Produkt zu vergleichen.

    Ich finde, dies kann nicht Unbeholfenheit sein, über deren reines Vorhandensein man sich freuen könnte, sondern sieht für mich aus wie bewusstes Spindoctoring gegen die Interessen einer Legalisierung und für die Interessen einer weiteren Repression gegenüber den Konsumenten.

    Man könnte auch geballte Inkompetenz unterstellen. Das Interview ist in anderer Hinsicht merkwürdigerweise jedoch ein offenbar tüchtig geschliffenes, wenn nicht gar ausgereiftes PR-Produkt, dem man eher unterstellen sollte, dass es genau das wiedergibt, was es wiedergeben soll – auch wenn es einem nicht gefällt.

  4. Anonymous

    RE: Trittin glaubt, Cannabis sei faktisch legal
    Bei der Suche nach „trittin cannabis“ im Internet gibt es mittlerweile ein neueres Ergebnis, als den DHV Artikel vom 01.09.2009. Es handelt sich dabei um ein Interview mit [b]Jürgen Trittin[/b], hochgeladen am 08.09.2013 – genau vierzehn Tage vor der Bundestagswahl.

    Das Interview ist nicht journalistisch, sondern wurde von „Du hast die Macht“ produziert. Dies ist ein privatstaatliches PR-Projekt zur politischen Beeinflussung von Jugendlichen. Es wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

    .. ab 2:04 geht es um Drogenpolitik.. bis etwa 2:58.

    URL „OskarX FRAGT: JÜRGEN TRITTIN (Veggie Day, Cannabis …“ http://youtube.com/watch?v=g2bpZyUvrqc

    Abschrift:
    [..]

    OskarX: Ich habe mal so psychoaktive Partikel geraucht. So.. so.. Gras. Ihr findet das gut, ihr wollt das legalisieren. Ist das richtig?

    Trittin: Wir wollen, dass Süchtige nicht kriminalisiert werden. Jede Form von Drogen, ob legale oder illegale Drogen, beinhalten die Gefahr auch schwerer und schwerster Gesundheitsschädigungen. Das gilt für legale Drogen wie für Rauchen und Alkohol genauso wie für Haschisch. Aber dann ist nicht einzusehen, dass Menschen, die beispielsweise Haschisch rauchen für kleine Mengen in Bayern kriminalisiert werden, wenn..

    OskarX: Wie viel ist denn OK?

    Trittin: Das haben die Länder unter sich sehr unterschiedlich zu entscheiden. Wofür man in Bayern eine Haftstrafe antritt, darf man in Berlin noch frei rumlaufen. Und wir finden, dann ist die Berliner Regelung vernünftig.

    OskarX: Aha. Das heißt, … wie viel darf ich in Berlin rumtragen, ohne dass ich festgenommen werde?

    Trittin: Das weiß ich aus dem Kopf nicht. Ich weiß, dass es einen irren Unterschied zwischen Bayern und Berlin gibt.

    OskarX: OK.

    [..]

    Bemerkenswerterweise scheint Herr Trittin in den letzten vier Jahren wenig dazugelernt zu haben.

    Legalisierung, Eigenanbau, Modellversuche – Fehlanzeige! Dafür wieder bizarre Spins in 54 Sekunden reingepresst, dass es knallt!

    Nur leider die falschen..

    Er benutzt das 68-er Wort „Haschisch“, statt „Hanf“, „Cannabis“ oder „Marihuana“. Das ist ja soweit noch OK.. 2013.. “in welchem Jahrhundert” werden ihm schliesslich diese Fragen gestellt? Dies ist das einzige, was meinetwegen dem flapsigen Jugendformat des PR-Interviews geschuldet sein mag.

    Statt wie noch vor vier Jahren fälschlicherweise zu behaupten, die Legalisierung habe bereits stattgefunden – dabei die Entkriminalisierung mit der Legalisierung verwechselnd – behauptet er diesmal, das Ziel der Grünen sei die Entkriminalisierung.

    Dies ist meinem Verständnis nach nicht richtig. Richtig ist: die Grünen befürworten durchaus eine Legalisierung, sind vereinzelt dazu in der Lage korrekt zwischen Entkriminalisierung und Legalisierung zu differenzieren und haben sich, was den Horizont möglicher Massnahmen betrifft, in den letzten Jahren als Partei weiterentwickelt.

    Bei Herrn Trittin sind die Themen wie Kriminalisierung bei Eigenanbau oder mögliche Modellversuche offensichtlich nicht angekommen.

    Nicht nur das. Selbst bei dieser Verfehlung fällt er zusätzlich noch verbal die Treppe herunter, indem er die Entkriminalisierung auf die Angleichung der „geringen Menge“ reduziert.

    Daneben verbreitet er noch implizit die Unwahrheit, dass Cannabis “die Gefahr auch schwerer und schwerster Gesundheitsschädigungen” beinhalte. NORML verlinkt belastbare, aktuelle Studien, die belegen, dass selbst jahrzehntelanger Cannabiskonsum, sogar bei gleichzeitigem Konsum von Tabak und Alkohol, gesundheitlich in der Regel folgenlos bleibt.

    Er zeigt, dass er sich in seiner Rhetorik geistig nicht über den Dreischritt aus Beratung, Kontrolle und Sanktion hinausentwickelt hat, oder wahlweise dies für den empfehlenswerten Horizont der Opfer dieser Interviewproduktion hält. Er agiert hier rhetorisch auf derselben Ebene, die etwa Ursula von der Leyen stets bemüht. Er verläßt diese Ebene ebenfalls nicht.

    Nicht nur, indem er suggeriert, es sei dann schon alles in Ordnung, wenn denn die Bundesländer die „geringe Menge“ irgendwann alle gleich bemessen.

    Seine Aussagen implizieren geradezu, dass er die Kriminalisierung von Besitzern von Mengen, die über die „geringe Menge“ hinausgehen, für gerechtfertigt hält.

    Zudem suggeriert er, dass Cannabis Konsumenten süchtig seien. Damit suggeriert er, dass Cannabiskonsumenten, auch wenn sie unter die „geringe Menge“ fallen, entweder kriminell, gleichwohl gerechtfertigt oder ungerechtfertigt, in jedem Fall jedoch verrückt sind.

    Schönen Dank an dieser Stelle!

    Die Möglichkeit, dass Cannabiskonsumenten nicht süchtig sind, wird überhaupt gar nicht in Erwägung gezogen.

    Da wundert es bei so viel Bizarrheit bei Herrn Trittins Äusserungen im weiteren nicht, dass er diese ganzen Fragen für Ländersachen hält. Die „geringe Menge“ ist in der Tat Ländersache. Die eigentlichen Probleme bei der Cannabisfrage jedoch lassen sich in Wahrheit nur auf Bundesebene lösen. Die “geringe Menge” Thematik betrachte ich als keine akzeptable Kompromissbasis, da sie die weitere Kriminalisierung bedeutet. Ich halte die “geringe Menge” Thematik daher nicht für einen akzeptablen ersten oder auch nur für einen akzeptablen kleinen Schritt in die richtige Richtung, sondern als einen Schritt in die definitiv _falsche_ Richtung.

    Der Hanfverband zeigt Möglichkeiten auf, um sich auf anderer Ebene als der Bundesebene dem Ziel einer Legalisierung anzunähern. Die Grünen haben diese sogar schon aufgegriffen – nur Herr Trittin scheint nicht einmal die grundlegenden Gedanken, die in seiner Partei kompetent diskutiert werden, begriffen zu haben, sondern verbreitet stattdessen im Jahre 2013 Prohibitionsmythen in staatlich geförderten Jugendmedien und bietet Scheinlösungen, die nichts anderes rechtfertigen sollen als seine persönliche Unterlassung und Missachtung des Themas.

    Dass die offensichtlichen Mängel seiner Darstellung dem Format geschuldet seien, lasse ich nicht gelten, sondern empfehle stattdessen, die Darstellung der Cannabisfrage in diesem “Interview” einmal mit der Darstellungsweise der anderen Themen in diesem PR-Produkt zu vergleichen.

    Ich finde, dies kann nicht Unbeholfenheit sein, über deren reines Vorhandensein man sich freuen könnte, sondern sieht für mich aus wie bewusstes Spindoctoring gegen die Interessen einer Legalisierung und für die Interessen einer weiteren Repression gegenüber den Konsumenten.

    Man könnte auch geballte Inkompetenz unterstellen. Das Interview ist in anderer Hinsicht merkwürdigerweise jedoch ein offenbar tüchtig geschliffenes, wenn nicht gar ausgereiftes PR-Produkt, dem man eher unterstellen sollte, dass es genau das wiedergibt, was es wiedergeben soll – auch wenn es einem nicht gefällt.

  5. ups, ja dann auch hier die
    ups, ja dann auch hier die Antwort, die ich dir gerade gemailt habe:

    Hendrik schrieb:
    > > Hi,ich finde euren Protestmailer zu lasch!
    > >
    > > Wieso soll es nur um geringe Mengen gehen? Warum nicht die völlige
    > > Freigabe? Ich will meinen Hanf anbauen, ohne dass mir jemand da
    > > reinredet! …
    > > Wieso nur auf die geringe Menge pochen?

    Ich stimme dir zu, das ist natürlich auch unser Ziel.
    Wir haben vor kurzem die FDP aufgefordert, die Legalisierung in ihr
    Programm aufzunehmen, s.
    http://hanfverband-dev.de/protestmailer/mitmachen_14.html

    Die FDP blieb aber dabei, Cannabis nicht legalisieren zu wollen, die Partei
    stehe aber für eine Entkriminalisierung der Konsumenten.
    An dieser Aussage wollen wir die Partei nun messen und sie daran erinnern,
    wenn sie in die Koalitionsverhandlungen geht.

    Die komplette Legalisierung ist das Endziel, aber das werden wir nicht auf
    einen Schlag erreichen. Deshalb kämpft der DHV auch für kleinere Schritte,
    ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.
    Wenn dir diese Aktion also zu lasch ist, kannst du sie ja auslassen und bei
    den nächsten wieder mitmachen.

    > > Genauso finde ich auch, dass nicht nur der Hanf befreit werden soll,
    > > sondern auch die in Gefangenschaft geratenen psilocybinhaltigen Pilze,
    > > Mohnpflanzen, Meskalinkakteen und alle anderen vom Staat reglementierten
    > > Pflanzen und Pflanzenteile.

    Auch das sehe ich genauso, s. z.B.:

    Verbot von Zaubersalbei ist ein gefährlicher Irrweg
    http://hanfverband-dev.de/aktuell/meldung_1186485808.html

    Zauberpilze in Deutschland
    http://hanfverband-dev.de/themen/zauberpilze.html

    Wir beschäftigen uns also auch mit anderen pflanzlichen Drogen, aber als
    Hanfverband liegt unser Schwerpunkt natürlich bei Hanf.

    > > Ich werde keine Aktionen unterstützen, die mit weniger zufrieden sind.
    > > Dann heisst es von Reihen der Politiker am Ende, “was wollt ihr denn,
    > > wir haben euch doch schon den kleinen Finger gereicht”!
    > >
    > > Somit würde dies den gesamten Befreiungs-Prozess eher behindern, anstatt
    > > ihn zu fördern!

    Das sehe ich wiederum anders. Der Fortschritt wird nur in kleinen Schritten
    kommen, z.B. mit Modellversuchen, mit denen man klarmachen kann, dass die
    Welt nicht zusammenbricht, wenn man die Prohibition lockert.

    soweit
    hanfige Grüße
    Georg

  6. Anonymous

    Also ich muss euch seltsamen
    Also ich muss euch seltsamen Grünwählern mal eines verdeutlichen: Rot-Grün haben wir solche herrliche Auswüchse wie Hartz 4 zu verdanken und auch den Afghanistan-Einsatz hat GRÜN mitgetragen. Sie äussern sich dazu auch in ihrem Wahlprogramm ganz offen, tun aber so, als wären sie diejenigen, die das ganze aus dem richtigen Blickwinkel sehen. Kein Wort glaub ich denen. Sie liebäugeln genauso nur mit der Macht, wie alle anderen. Wieso äussert sich denn Trittin kritisch zu einer Legalisierung? Wird er für diese Meinung von der internationalen Drogenmafia bezahlt? Langsam glaube ich eher, dass die CDU und die FDP die wirkliche Legalisierung bringen werden, auch wenn das ziemlich schräg klingt. Aber von den Grünen erwarte ich NICHTS mehr. Jede Stimme für Grün ist eine verlorene! Hier auch noch meine Antwort an Hanfverband.de zu ihrem Protestmailer an die FDP und ich bitte jeden hier, nicht immer jeden Mist zu unterschreiben, der den Plattköpfen in der Redaktion in ihren zugequalmten Schädeln als Krönung aller Proteste erscheint, sondern kritisch zu prüfen, ob der Protest in der Form und an dieser Stelle sachdienlich ist oder die Legalisierung eher behindert. Hier meine Antwort an Hanfverband.de:

    “Hi,ich finde euren Protestmailer zu lasch!

    Wieso soll es nur um geringe Mengen gehen? Warum nicht die völlige Freigabe? Ich will meinen Hanf anbauen, ohne dass mir jemand da reinredet! Und eine geringe Menge ist doch schon mit der Ernte einer einzigen Pflanze völlig übertroffen! Ich aber will mit dieser Pflanze arbeiten, Züchtungen anstellen, Erträge erhöhen, Wirksamkeit erhöhen. Wieso nur auf die geringe Menge pochen?

    Das ist mir zuwenig und ich werde diesen Papiertiger nicht unterstützen. Das ist reiner Aktionismus und völlig an den Idealen und Zielen der Hanfliebhaber vorbei!

    Genauso finde ich auch, dass nicht nur der Hanf befreit werden soll, sondern auch die in Gefangenschaft geratenen psilocybinhaltigen Pilze, Mohnpflanzen, Meskalinkakteen und alle anderen vom Staat reglementierten Pflanzen und Pflanzenteile.
    Ich bin ein Teil der Natur und die Natur ist ein Teil von mir! Wieso soll mir überhaupt jemand einen Teil meiner selbst vorenthalten dürfen? DA solltet ihr ansetzen und nicht an schon bestehenden Gesetzen Verschönerungsarbeit betreiben. Die Frage zum Drogengebrauch ist eine grundsätzliche!

    Deswegen sollte man die Abschaffung oder radikale Ausdünnung des BtMG fordern, damit die Grundrechte des Menschen in diesem Lande wieder hergestellt werden.
    Ich werde keine Aktionen unterstützen, die mit weniger zufrieden sind. Dann heisst es von Reihen der Politiker am Ende, “was wollt ihr denn, wir haben euch doch schon den kleinen Finger gereicht”!

    Somit würde dies den gesamten Befreiungs-Prozess eher behindern, anstatt ihn zu fördern!

    Viele Grüsse, H.P.”

  7. Anonymous

    Zeit auszuwandern….

    Zeit auszuwandern….

    Schade schade

  8. Anonymous

    @ regierungskritiker.
    @ regierungskritiker. Methaphoric? Keine Ahnung, was das ist.

    Habe Dich auch nicht persönlich angesprochen und ich freue mich wenn Du wählen gehst. Hoffentlich keine CSU.

    Ich bin von allen guten Geistern versessen und glaube immer noch, dass die Welle der 60er und 70er Jahre aktueller ist denn je zuvor.

    Wir könnten das Erbe dieser Generation übernehmen und nach gut 30 Jahren wirklich etwas bewegen.

    Heute sind es die Kinder der Hippies, die sich über das Internet weiterbilden und stellvertretend für ihre Eltern links wählen.

    Jedenfalls hoffe ich das.

    Am Sonntag abend werden wir es wissen.

    Wenn wirklich schwarz-gelb gewinnen sollte, ist es Zeit auszuwandern.

    Aber das wird nicht passieren.

    Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir eine linke Mehrheit erreichen werden.

    Und dann wird endlich mal ein richtig starker Ruck durch Deutschland gehen.

    Ich höre gerade ein Lied von den Boten der Kultur, und habe das Ende von einem Sprichwort gehört:

    *…
    lass mich diese sündige Welt so annehmen, wie sie ist,
    und nicht,
    wie ich sie gerne hätte.

    Lass mich darauf vertrauen, dass das Richtige geschehen wird.*

    Darauf vertraue ich 🙂

  9. Jürgen Trittin hat sich jetzt
    Jürgen Trittin hat sich jetzt im ZDF nochmal zu Cannabis geäußert, s.

    http://www.youtube.com/watch?v=UhOJRUCaFRU&feature=player_embedded#t=4727

    Mittlerweile hat er wohl erkannt, dass das mit der Entkriminalisierung der Konsumenten in Deutschland doch noch nicht so weit ist und dass z.B. bei Wiederholungstätern die Verfahren trotz Bagatellgrenzen oft nicht eingestellt werden. Er sieht jetzt weiteren Entkriminalisierungsbedarf (“Besitz soll nicht bestraft werden”), vor allem für “Abhängige”. Über eine Legalisierung (legalen Handel) äußert er sich weiter skeptisch.

  10. Zumindest in den Medien
    Zumindest in den Medien findet Drogenpolitik im Wahlkampf kaum statt. Ein paar “Treffer” gibt es aber doch…Ob Grüne oder Linke an ihren Wahlkampfständen Informationen speziell zu Drogenpolitik verteilen, ist unklar. Lediglich die Jugendorganisationen vo

  11. Anonymous

    also die methaphoric oder
    also die methaphoric oder auch den sarkasmus hast du gut drauf…^^
    ich habe nicht gesagt dass ich nicht wählen gehe… das versteht sich doch von selbst dass ich das tue oder…als guter staatsbürger..höhö.. kiffen ist ja böse…aber psssssst!!!
    ne aber jetzt im ernst, ich gehe wählen.
    ich meinte nur, dass die parteien vor den wahlen das grüne vom himmel versprechen und hinterher gibts das grau von gestern… man muss sich fragen wie wollt ihr das schaffen?? was habt ihr für gegenargumente?? was ist die stoßrichtung eures geredes??
    da sollte man meine, ein bißchen realistischer an sache rangehen und die grüne brille abnehmen!! und viel recherchieren…

  12. Anonymous

    @ regierungskritiker, warum
    @ regierungskritiker, warum so mutlos?

    Wir haben so selten die Möglichkeit, unsere eigene Meinung zur Politik auszudrücken.

    Unser Politiker-Comedy-Club in Berlin kann neue Schauspieler gut gebrauchen, warum willst Du beim Casting nicht mitmachen?

    Aber ernsthaft: Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die kein Wahlrecht haben und in einem WIRKLICH beschissenen System leben müssen.

    Unsere politische Entwicklung seit mehr als hundert Jahren hat so viele Opfer und unendlich viel Leid für Generationen gefordert.

    Auf all diese Opfer ist unser heutiger Status aufgebaut.

    Wir sollten nicht so arrogant sein und unser Wahlrecht missachten.

    Ich liebe es, in Bildern zu sprechen und deshalb nun aus einem Spielfilm eine Szene, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.

    Es geht um den Film “Der Soldat James Ryan”, genauer um das Ende, als unser Held Tom Hanks noch sterbend dem Soldaten James Ryan sagt: “James Ryan, erweisen Sie sich würdig”.

    Und wir sollten uns wenigstens so würdig erweisen, dass wir einmal alle 4 oder 5 Jahre zur Wahl gehen, das sind wir den vielen Millionen Toten schuldig.

  13. Das ist eine Spiegelung
    Das ist eine Spiegelung unserer Meldung vom 29.01.09:
    http://hanfverband-dev.de/aktuell/meldung_1233235975.html
    – die ich oben im Blog-Text auch schon irgendwo verlinkt hatte. Nix Neues also, abwohl bei “Premiumpresse.de” komischerweise als Datum der 3.9. angegeben ist.

  14. Anonymous

    als ob die parteien das tun
    als ob die parteien das tun würden was sie im wahlkampfjahr sagen… jetzt wollen sie noch stimmen fangen und dann hinterher gibts wichtigere themen die keinen interessieren oder absolut sinnlos sins…. operative hektik als ersatz für geistige windstille kann ich nur weiterhin widerholen… ich traue KEINER partei…

  15. Anonymous

    @ Zdravko, ja war ich mal.
    @ Zdravko, ja war ich mal. Ich wollte damals, dass die das merken, aber irgenwie ist nix passiert 🙂

    Trotzdem finde ich die Grünen ganz gut, und wenn ich sie nicht wähle, dann nur weil ich glaube, dass die Linken energischer in Sachen Legalisierung vorgehen werden.

    Ich erwarte von den Linken, dass sie in hoffentlich kommenden Verhandlungen zu einer Koalition stark bleiben und hier mindestens eine ganz wesentliche Verbesserung erreichen.

    Trotz Trittin werden die Grünen wohl einem Schritt weiter in Richtung Legalisierung unterstützen.

    Da bleibt nur noch die sterbende SPD, die sollte sich langsam mal überlegen, ob sie nicht endlich in die richtige Ecke der Sozialpolitik wechselt, bevor sie ganz ausstirbt.

    Das Wunder könnte in 3 Wochen geschehen, ich freue mich auf die Wahl und auf die hoffentlich ganz langen schwarzen und gelben Gesichter.

  16. Anonymous

    Ja genau dass ist das Problen
    Ja genau dass ist das Problen – Unwissenheit. Aber die Medien leisten auch ne ganze Arbeit was die Volksverdummung und Täuschung angeht.
    Habt ihr schon gelesen das in Argentinien schon Legal ist? Unter voraussätzung nich dritten zu gefährden.

  17. Anonymous

    Ich kenne auch einige (
    Ich kenne auch einige (@Bayern) , die gerne mal einen rauchen, und dann wählen sie CSU weil sie nur CSU kennen – und der Vater das auch wählt usw.

  18. bin ich immer noch. Umso mehr
    bin ich immer noch. Umso mehr regt mich so ein Quatsch auf.

  19. Anonymous

    @Michael

    @Michael
    Das mit den Leuten die im Bett bleiben kenne ich. Könnte auch platzen. Habe unzählige Diskussionen geführt. Viele,vorallem junge Menschen machen gar nichts. Sich aufregen über die Situation,aber blos nichts sagen. Am besten sind manche,die cdu wählen,aber weiter paffen wollen. Die gibts,schwöre ich!
    Über Trittin kann ich nicht viel sagen. Da kennst Du dich besser aus. Warst schon bei den Grünen,soweit ich mich erinnere.

  20. Anonymous

    Der Herr Trittin ist ja schon
    Der Herr Trittin ist ja schon lange in der oberen Liga der Politik und ich denke mal, ihm fehlt ein wenig der Blick auf die Gruppe von Leuten, die es eigentlich betrifft.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Herr Trittin in seiner Freizeit mal in die Stammkneipe geht und dort mit einem lokalen Kleindealer die Problematik bespricht.

    Das kann ich ihm nicht mal übelnehmen, als Promi-Politiker.

    Aber leider für unsere Sache nicht dienlich.

    Man darf nicht vergessen, es ist Wahlkampf. Trotz der drei interessanten Landtagswahlen steht die wichtigste Wahl für den Bundestag noch aus.

    Ich habe so den Eindruck, dass im Moment jede Partei ganz vorsichtig taktiert und um jeden Preis negative Presse vermeiden will, vor allem so was wie in der Bild “Partei XY will Drogen legalisieren.” Ganz schlechte Presse!!!

    Ich denke im Moment so:

    Wenn es gelingt, den Trend der Landtagswahlen zu Grün und Links auch für die Bundestagswahl zu nutzen, wäre mal zumindest eine linke Mehrheit möglich (wenn Müntefering endlich abtritt!).

    Für mich ist es jetzt nicht sinnvoll ein Fass aufzumachen mit dem Herrn Trittin, besser wir vertrauen auf das Wahlprogramm der Grünen und Linken und fordern nach erfolgreicher Wahl und Koalition diese Versprechen ein.

    *Das* sollten wir alle tun: Jeden Tag reden mit Leuten, die Hanf kennen, schätzen und lieben und dafür wählen gehen, entweder die Grünen oder die Linke.

    Bin zur Zeit in einer Erwachsenen-Weiterbildung, und nach der Landtags-Wahl am Sonntag ist mir aufgefallen, dass einige Smoker der Gruppe gar nicht wählen waren.

    Das hat mich tierisch aufgeregt. Ich hab

  21. Anonymous

    Sag mal,was machen die da
    Sag mal,was machen die da oben den ganzen Tag? Es werden Sachen beschloßen und unterschrieben…aber anscheinend Blind. Haben die überhaupt noch Ahnung von Politik? Wissen die was mit das Volk los ist und wie wir leben? Unglaublich!